Eine Querschnittlähmung verändert das Leben. Viele Bewegungen sind nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich. Doch Fortschritt bleibt erreichbar. Gerade bei inkompletten Rückenmarkverletzungen kann gezielte Rehabilitation dabei helfen, Funktionen zurückzugewinnen und Selbstständigkeit neu aufzubauen. Moderne Therapien wie ARC-EX® eröffnen zusätzliche Chancen – etwa für Arme und Hände bei Querschnittverletzungen im oberen Bereich der Wirbelsäule.
Rehabilitation bei Querschnittlähmung
Die Rehabilitation bei einer Querschnittlähmung ist ein zentraler Schritt auf dem Weg zurück in den Alltag. Sie setzt dort an, wo Funktionen verloren gegangen oder eingeschränkt sind, und arbeitet daran, vorhandene Fähigkeiten zu verbessern und neue Wege zu entwickeln. Gerade bei inkompletten Rückenmarkverletzungen bestehen oft gute Voraussetzungen, um Bewegungen, Koordination und Selbstständigkeit weiter aufzubauen.
Ziel der Rehabilitation ist, Patient:innen dabei zu unterstützen, ihren Alltag so selbstständig wie möglich zu gestalten – Schritt für Schritt und orientiert an den individuellen Möglichkeiten.
Unsere Therapieansätze bei Querschnittlähmung
Die Rehabilitation bei Querschnittlähmung erfordert ein koordiniertes Zusammenspiel verschiedener Therapien. Bei VITREA kombinieren wir bewährte Behandlungsformen mit innovativen und technologiegestützten Ansätzen – abgestimmt auf die individuelle Situation jeder Patientin und jedes Patienten.
Konventionelle Therapien
Physiotherapie, Ergotherapie und physikalische Therapie bilden die Grundlage der Behandlung. Sie unterstützen Beweglichkeit, Kraft und Koordination. Ergänzend kommen medizinische Trainingstherapie und Lymphdrainage zum Einsatz. Auch die psychologische Begleitung ist ein wichtiger Bestandteil der Rehabilitation.
Spezialtherapien
Die Neuro-Urologie unterstützt bei Funktionsstörungen von Blase, Darm oder Sexualorganen.
Technologische Therapien
Moderne Technologien erweitern die Möglichkeiten der Rehabilitation. Robotik-unterstützte Verfahren gehören bei VITREA als fixe Basis zum Therapieprogramm. Neurostimulative Verfahren wie ARC-EX® ermöglichen es, Bewegungsabläufe intensiv zu trainieren und gezielt Nervenbahnen zu aktivieren, insbesondere mit Blick auf die Funktion von Armen und Händen.
Verbesserung der Hand- und Armfunktion bei inkompletter Querschnittlähmung
Die Beweglichkeit von Armen und Händen bei Querschnittverletzungen im oberen Bereich der Wirbelsäule ist entscheidend für die Selbstständigkeit im Alltag – etwa beim Greifen, Essen, Anziehen oder bei der sicheren Nutzung eines Rollstuhls.
Gerade bei inkompletten Rückenmarkverletzungen bleiben häufig Restfunktionen erhalten. Diese zielgerichtet zu nutzen und weiterzuentwickeln, ist zentraler Bestandteil der Rehabilitation. Individuell abgestimmte Therapien helfen dabei, Bewegungen von Armen und Händen zu verbessern und neue Abläufe zu erlernen – für mehr Unabhängigkeit im Alltag.
Rückenmarkstimulation mit ARC-EX®
ARC-EX® ist eine moderne Therapie, die die Aktivität im Rückenmark stimuliert. Sie kann dabei helfen, vorhandene Nervenverbindungen besser zu nutzen und Bewegungen zu unterstützen, insbesondere von Armen und Händen. Studien zeigen, dass bis zu 90 Prozent der Anwender:innen eine Verbesserung der Kraft oder Funktion ihrer Arme und Hände erreichten. Viele berichten zudem über eine verbesserte Lebensqualität.
Die Behandlung eignet sich für erwachsene Patient:innen mit inkompletter Querschnittlähmung im Bereich der Halswirbelsäule (Wirbel C2 bis C8), bei denen noch Restfunktionen vorhanden sind. Voraussetzung ist zudem, dass die Rückenmarkverletzung nicht mehr in der akuten Phase liegt, also länger als ein Jahr zurückliegt.
ARC-EX® gehört zu den innovativsten Therapieformen in der Neurorehabilitation und ist in der Schweiz derzeit nur bei VITREA verfügbar.
Wie funktioniert die Rückenmarkstimulation mit ARC-EX®?
Bei der Rückenmarkstimulation mit ARC-EX® werden bestimmte Bereiche des Rückenmarks gezielt von außen stimuliert. Dies unterstützt die Weiterleitung von Signalen zwischen Gehirn und Muskeln. Die Therapie wird mit aktiven Übungen kombiniert. So werden Bewegungen nicht nur ausgelöst, sondern auch trainiert und gefestigt.
Welche Funktionen können verbessert werden?
Die Therapie zielt vor allem darauf ab, die Funktionen von Armen und Händen zu verbessern. Dazu gehören das Greifen, Halten oder koordinierte Alltagsbewegungen. Voraussetzung ist, dass noch Restfunktionen vorhanden sind. Die Stimulation hilft, diese zu aktivieren und besser zu nutzen.
Integration in die Rehabilitation
Die Rückenmarkstimulation mit ARC-EX® ist Teil unseres umfassenden Therapiekonzepts. Sie wird in die Physio- und Ergotherapie integriert. Weil die Anwendung mit vier Elektroden erfolgt und die Bewegungsfreiheit erhalten bleibt, können Patient:innen während der Therapie aktiv mit Gegenständen arbeiten und alltagsnahe Aufgaben trainieren. So entsteht ein gezieltes Training, das auf die persönlichen Ziele und Möglichkeiten der Patient:innen abgestimmt ist.
Empfohlene Rehadauer bei einer Rückenmarkverletzung
Die Dauer der Rehabilitation bei Querschnittlähmung hängt stark von der individuellen Situation ab. Art und Ausmaß der Rückenmarkverletzung sowie die persönlichen Ziele spielen dabei eine zentrale Rolle.
In der Regel dauert eine Rehabilitation mindestens drei Wochen. Für nachhaltige Fortschritte empfehlen wir häufig einen Zeitraum von etwa zwei Monaten. Gemeinsam legen wir die passende Dauer fest – abgestimmt auf Ihre Ziele und Möglichkeiten.
Unsere Spezialist:innen für Querschnittlähmungen/ Rückenmarkverletzungen
Prof. Dr. med. Karsten Krakow
Ärztlicher Direktor, Chefarzt der neurologischen Rehabilitation und der Frührehabilitation
Facharzt für Neurologie
Deutsch, Englisch
Dr. med. Susanna Meier
Leitende Ärztin, Co-Leitung Frührehabilitation
Fachärztin für Innere Medizin und Intensivmedizin
Deutsch, Englisch
Wo gibt es die ARC-EX®-Therapie?
Wieso VITREA?
Hohe medizinische Spezialisierung
Personalisierter Therapieplan
Engagierter Patientenservice
Individuelle Eintrittsplanung
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Querschnittlähmungen
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Kann man sich von einer Querschnittlähmung erholen?
Eine vollständige Heilung ist oft nicht möglich. Dennoch können viele Patient:innen durch gezielte Rehabilitation alltagsrelevante Fortschritte erreichen. Besonders bei inkompletten Rückenmarkverletzungen lassen sich vorhandene Funktionen verbessern und neue Fähigkeiten entwickeln.
Welche Therapie hilft bei inkompletter Querschnittlähmung?
Bei einer inkompletten Querschnittlähmung stehen Therapien im Fokus, die vorhandene Funktionen zielgerichtet fördern. Dazu zählen intensive Bewegungsübungen, alltagsorientiertes Training und technologiegestützte Verfahren wie ARC-EX®, die insbesondere die Beweglichkeit von Armen und Händen unterstützen.
Wie läuft eine Rehabilitation nach einer Rückenmarkverletzung ab?
Die Rehabilitation beginnt mit einer umfassenden Analyse der individuellen Situation. Darauf aufbauend wird ein persönlicher Therapieplan erstellt. Verschiedene Fachbereiche arbeiten eng zusammen, um Beweglichkeit, Selbstständigkeit und Alltagskompetenzen zu verbessern.
Für wen ist die Rückenmarkstimulation mit ARC-EX® geeignet?
Die Therapie richtet sich an Patient:innen mit inkompletter Querschnittlähmung im oberen Bereich der Wirbelsäule, bei denen noch Restfunktionen an den oberen Extremitäten vorhanden sind. Besonders geeignet ist sie für Menschen, die ihre Arm- und Handfunktion verbessern möchten. Voraussetzung ist zudem, dass die Rückenmarkverletzung nicht mehr in der akuten Phase liegt, sondern länger als ein Jahr zurückliegt.
Interessiert an einer Behandlung bei einer Rückenmarkverletzung? Wir sind für Sie da.